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Pferdeleckerlis selber machen: 3 gesunde Rezepte, die dein Pferd lieben wird!

Pferdeleckerlis selber machen? Ja, und zwar weil das unsere reiterliche Achilles-Ferse ist. Mal ehrlich: Wer erlag noch keinem Spontankauf im Reitsportgeschäft oder auf der Messe und hat dem Pferd eine Tüte Leckerlis gegönnt? Wenn sie dann auch noch in pink und in Herz- oder Hufeisenform daherkommen, ist es vorbei mit der Vernunft. Aber statt zur überteuerten Tüte zu greifen, kannst du Pferdeleckerlis ganz einfach selber machen. So weißt du genau, was drin ist – und dein Pferd bekommt gesunde Snacks ohne unnötigen Schnickschnack.

Ich gebe es an dieser Stelle zu: Ich habe früher echt häufig nach der neuen Leckerli-Packung gegriffen. Lakritz-Geschmack, Rote Bete, da war alles dabei. Sogar aus den USA habe ich exotische Sorten mitgenommen. Selten habe ich auf die Zutaten geguckt, selten standen alle auf der Packung. Ist ja kein offizielles Lebensmittel.

Warum gesunde Pferdeleckerlis Sinn machen

Pferde sind von Natur aus darauf ausgelegt, den ganzen Tag über kleine Mengen an Gräsern, Kräutern und Blättern zu fressen. Ihre empfindlichen Mägen und ihr sensibler Stoffwechsel sind nicht dafür da, große Mengen Zucker (wie in Melasse) oder ungesunde Zusatzstoffe zu verarbeiten. Gekaufte Leckerlis können jedoch oft genau das enthalten: viel Zucker, Melasse, Getreideabfälle und künstliche Aromen.

Selbstgemachte Leckerlis haben für dein Pferd dagegen klare Vorteile:

  • Natürliche Zutaten: Du entscheidest, was in den Snack kommt – und was nicht.
  • Gesundheitsvorteile: Hafer, Karotten, Rote Bete oder Leinsamen liefern wertvolle Nährstoffe.
  • Günstige Alternative: Viele Zutaten hast du wahrscheinlich schon zu Hause.

Ein weiterer Pluspunkt: Selbstgemachte Pferdeleckerlis eignen sich auch hervorragend, um Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu „verstecken“. Wer hat nicht schon einmal versucht, eine Wurmkur im ausgehöhlten Apfel zu tarnen und ist kläglich gescheitert? Die Pferdeleckerli kannst du daher ganz nach Belieben formen, um ein Tabletten-Versteck zu kreieren.

Vorsicht Falle: Wenn Leckerlis dem Pferd mehr schaden als nützen

So gesund selbstgemachte Pferdeleckerlis auch sein können, es gibt einige Dinge zu beachten, um dem Pferd nicht zu schaden.

  • Zuckerfalle: Auch wenn dein Pferd Bananen, Karotten und Äpfel liebt – zu viel davon kann den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. Besonders bei Pferden mit Hufrehe oder Eiweißempfindlichkeit ist Vorsicht geboten. Da gilt: Weniger ist mehr.
  • Schimmelgefahr: Selbstgemachte Leckerlis enthalten keine Konservierungsstoffe. Lagere sie daher trocken und kühl und verbrauche sie innerhalb weniger Tage, kontrolliere immer die Qualität vor der Fütterung.
  • Ungeeignete Zutaten: Was für uns lecker klingt, ist für Pferde oft schädlich. Avocados oder Schokolade gehören keinesfalls in Pferdeleckerlis! Auch einige Kräuter können giftig für Pferde sein.
  • Überfütterung: Auch gesunde Leckerlis sind letztlich eine zusätzliche Kalorienquelle. Nutze sie am besten als gezielte Belohnung.
  • Allergien: Füttere Kräuter nur gezielt und nicht wild durcheinander, um Unverträglichkeiten nicht zu fördern. Lies dich dazu am besten in das Thema Kräuter ein, wenn du welche verwenden möchtest.

3 einfache Rezepte für gesunde Pferdeleckerlis

Hier habe ich nun drei einfache und gesunde Rezepte, die dein Pferd hoffentlich lieben wird. Sie sind leicht zuzubereiten, benötigen keine exotischen Zutaten und sind eine gesunde Alternative zu gekauften Leckerlis.

🥕 1. Hafer-Bananen-Kugeln

Zutaten:
  • 2 reife Bananen
  • 200 g Haferflocken
  • 1 EL Leinsamen (optional)
  • 1 Schuss Wasser, falls nötig
Zubereitung:
  1. Bananen mit einer Gabel gründlich zerdrücken.
  2. Haferflocken und Leinsamen hinzufügen und alles gut vermengen.
  3. Sollte die Masse zu trocken sein, einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen.
  4. Kleine Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  5. Bei 100 Grad Umluft etwa 30–40 Minuten backen, bis die Kugeln fest sind (Stichprobenkontrolle, variiert je nach Ofen).
Warum ist das gesund?
  • Haferflocken: Liefern Ballaststoffe und sind leicht verdaulich.
  • Bananen: Spenden natürliche Süße und enthalten Kalium.
  • Leinsamen: Unterstützen durch Omega-3-Fettsäuren das Fell und die Haut.

🍏 2. Möhren-Apfel-Crunchies

Zutaten:
  • 1 Apfel (gerieben)
  • 1 Möhre (gerieben)
  • 150 g Haferflocken
Zubereitung:
  1. Apfel und Möhre fein reiben.
  2. Mit Haferflocken vermengen, bis eine klebrige Masse entsteht.
  3. Die Masse flach auf ein Backblech drücken.
  4. Bei 120 Grad etwa 40 Minuten backen, bis die Crunchies knusprig sind.
  5. Abkühlen lassen und in kleine Stücke brechen.
Warum ist das gesund?
  • Möhren: Reich an Beta-Carotin, gut für Haut und Augen.
  • Äpfel: Ballaststoffe und angenehme Süße.

🌿 3. Kräuter-Hafer-Kekse 

Zutaten:
  • 200 g Haferflocken
  • 1 Handvoll getrocknete Kräuter (z. B. Pfefferminze, Brennnessel)
  • 100 ml Wasser
  • Banane nach Bedarf
Zubereitung:
  1. Haferflocken mit den getrockneten Kräutern mischen.
  2. Nach und nach Wasser hinzugeben, bis ein formbarer Teig entsteht. Bei Bedarf gemuste Banane unterheben (sorgt für mehr Halt).
  3. Kleine Kekse formen und auf ein Backblech legen.
  4. Bei 100 Grad etwa 30–40 Minuten backen.
Warum ist das gesund?
  • Kräuter: Unterstützen die Verdauung und wirken je nach Kräuterart unterstützend.
  • Hafer: Gut verdaulich.

Weitere mögliche Zutaten für gesunde Pferdeleckerlis

Hier liste ich weitere Zutaten auf, die du unter die Basismischung rühren kannst. Achte bitte darauf, ob die Zutaten auch für dein Pferd passen. Eine Auswahl:

  • Rote Bete Pulver
  • Apfelmus
  • Karottenchips getrocknet
  • Apfelmark mit Banane
  • Weizenkleie
  • Kamille
  • Fencheltee
  • Salbei

Tipp: So lagerst du deine selbstgemachten Pferdeleckerlis richtig

Damit die Leckerlis lange halten und nicht schimmeln, solltest du sie:

  • In einer luftdichten Dose aufbewahren.
  • Trocken und kühl lagern.
  • Nicht länger als eine Woche aufheben – lieber frisch backen!
  • Auf Schimmel kontrollieren

Darum solltest du gesunde Leckerlis für Pferde selber machen

Selbstgemachte Pferdeleckerlis sind nicht nur gesünder, sondern oft auch günstiger als gekaufte Varianten. Du kannst die Zutaten perfekt auf die Bedürfnisse deines Pferdes abstimmen und sicherstellen, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten sind.

Und das Beste: Mit ein bisschen Kreativität kannst du immer wieder neue Rezepte ausprobieren und deinem Pferd eine abwechslungsreiche Belohnung backen. Also, ab in die Küche und ran an die Leckerli-Produktion – dein Pferd wird es dir danken (und garantiert um Nachschlag betteln!).

Was kann man Pferden noch als Leckerli geben?

Es muss schnell gehen, Zeit zum Backen ist auf keinen Fall möglich, möchtest aber trotzdem etwas Gesundes für den Pferd? Dann machen diese Leckerli-Alternativen Sinn:

Getrocknete Hagebutten – das vitaminreiche Leckerli

Nicht jeder hat einen Strauch im Garten, aber gute Bioqualität kannst du kaufen (oder beim Nachbarn abernten). Der Vorteil: Die Hagebutten sind gut haltbar, ohne Zusatzstoffe und gesund.

Getrocknete Bananenscheiben als Leckerli-Alternative

Achte darauf, dass du getrocknete Bananenscheiben ohne Zuckerzusatz kaufst. Notfalls geht auch mit, aber wirklich nur als Ausnahme. Und dann nur zwei bis vier am Tag. Bananen sind nichts für Pferde, die schnell ansetzen und zu Rehe neigen. Im Backofen kannst du übrigens Bananenscheiben ganz einfach selbst trocknen – auch auf Vorrat.

Hast du selbst schon Leckerlis für dein Pferd gebacken? Teile gerne deine Rezeptidee in den Kommentaren!

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