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Checkliste: Traber – Kauf

Checkliste: Traber – Kauf

“Traber, 14 Jahre alt, schweren Herzens herzugeben, freizeitmäßig geritten, brav im Umgang, nicht für Anfänger geeignet…”

So oder so ähnlich klingen Verkaufsanzeigen von Trabern. Einige Pferdefreunde werden da ganz hibbelig, vor allem bei dem Hundeblick, der absichtlich von unten fotografiert wurde. Ja, Traber können wie Hunde gucken. Große Augen, Babyschema. Süüüüüß!

Nun fühlen sich bestimmt die einen oder anderen Reiter durch den inserierten Traber angesprochen. Am liebsten würden sie ihn sich ungesehen liefern lassen – Prime liefert noch keine Traber, aber es gibt ja Transportunternehmen…

Halt, Stopp!

Wer mit dem Gedanken liebäugelt, sich einen Traber zuzulegen, sollte einige wichtige Dinge beim Pferdekauf beherzigen. Hierzu habe ich eine kurze Checkliste erstellt, die aufzählt, welche Dokumente und Informationen beim Traber kaufen benötigt werden.

Traber kaufen: Was muss ich tun?

  • Ankaufsuntersuchung abschließen und bei Pferden aus dem Ausland Gesundheitszeugnis für den Stallbetreiber ausstellen lassen
  • Rechtsgültiger Kaufvertrag  (inkl. Änderungen oder Ergänzungen in Schriftform)
–> Der übliche Handschlag ist fast ausgestorben und heutzutage leider veraltet
  • Pferdepass und, bei älteren Pferden, der Impfpass muss vorhanden sein
  • Nachweis regelmäßiger Entwurmung des Vorbesitzers
  • Nachweis über Vorerkrankungen vom Vorbesitzer
  • Abschluß Haftpflichtversicherung
–> die Wichtigste, weitere sind natürlich obligatorisch (z.B. Unfall, OP oder Tierleben)
  • Anmeldung Tierseuchenkasse
–> läuft meist über den Pensionsstall, wo das Pferd eingestellt werden soll

Das sind erst einmal die Grundlagen gewesen in Sachen Traber kaufen. Aber es kommt noch dicker: Die Arbeit geht nun erst richtig los! Kommt das Pferd von der Rennbahn, heißt es Futterumstellung, Trainingsumstellung und eventuell Hufe umstellen!

Toll wäre es auch, wenn ihr vom Vorbesitzer folgende Infos über das Pferd erhalten könnt:

Weiterhin nützliche Informationen beim Traber kaufen sind außerdem:

  • Informationen über bisherige Fütterung
  • Informationen über bisherige Haltungsformen
  • Informationen über Vorlieben und Abneigungen
  • Information über Verträglichkeit mit Artgenossen
  • Informationen über Verhaltensweise bei Hufschmied, Tierarzt etc.

So, habt ihr alles notiert? Ganz schön viel Aufwand, oder? Aber scheut ihn nicht, denn so ein Traber kann sich lohnen. Und im Falle von Rechtsstreitigkeiten habt ihr zumindest alle Unterlagen beisammen.

Ich lese immer wieder

  • “Mein Pferd lahmt auf einmal, obwohl die Vorbesitzerin geschworen hat er wäre gesund…”
  • “Mein Pferd muss ich jetzt als Beisteller abgeben. Er ist laut Tierarzt nicht reitbar, dabei habe ich ihn vor vier Wochen gesund gekauft…”
  • “Ich wollte das Pferd zurückgeben, weil es hier bei mir gar nicht mehr reitbar ist..”

Kommt euch das bekannt vor? Alleine der Rechtsgrundlage wegen: Lasst eine Ankaufsuntersuchung machen, legt dem Verkäufer einen Musterkaufvertrag vor und lasst euch die vollzähligen Papiere aushändigen. Und wenn ihr dem Traber dann noch genügend Zeit gebt, bei euch anzukommen, habt ihr hoffentlich einen Freund fürs Leben bei euch einquartiert!

Eure Victoria

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