Der Traber sucht Gesellschaft – Die Reitbeteiligung 2

Weiter geht es mit dem zweiten Teil der Serie „Reitbeteiligung“. Bevor es mit den Top 5 weitergeht (HIER geht es zum ersten Teil), stellt sich die Frage, was bringt denn nun eine ideale Reitbeteiligung mit?

Eine perfekte Reitbeteiligung existiert nicht. Aber nahezu Perfekte! Im Ernst, Menschen machen Fehler, auch Reitbeteiligungen (und Pferdebesitzer). Wichtig ist im Fall der Fälle die Vereinbarkeit von Kompromissen. Was geht noch durch, womit kann ich als Pferdebesitzer leben? Was geht gar nicht und muss sich ändern bzw. darf nicht vorkommen?

Dem Traber-Besitzer hilft daher anfangs eine Checkliste: Was ist mir wichtig, was ist zu vernachlässigen? Und was ist ein absolutes NO-GO?

Als Gedankenstütze empfehle ich folgende Checkliste: 

checkliste-reitbeteiligung-blanko

Wie sie aussehen könnte, zeigt folgendes Beispielformular:

checkliste-reitbeteiligung-beispiel

checkliste-beispielbild
Checkliste Beispiel Vorschaubild

 

Reitbeteiligungen sind wichtig für Pferdebesitzer, so sollten sie von diesen auch gesehen werden. Trotz einiger Totalausfälle ist die Mehrheit der Beteiligungen gewillt, sich rührend um das ihnen anvertraute Pferd zu sorgen. Sie springen bei Krankheit oder Urlaub des Besitzers ein, gehen ohne Klagen bei schlechtem Wetter auch mal spazieren und beteiligen sich am Futtergeld.

Doch was macht eine gute Reitbeteiligung letztendlich aus?

Vornweg: Da sind die Anforderungen von Pferdebesitzern sehr unterschiedlich. Doch grundsätzlich sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Absprachen sollten eingehalten werden
  • Das Pferd ist so zu reiten und zu behandeln, wie mit dem Besitzer vereinbart
  • Unklarheiten sind zu erfragen, Unsicherheit bei Koliksymptomen hat noch keinem Pferd geholfen: Lieber einmal zuviel fragen – der Besitzer – und das Pferd – dankt es
  • Die Ausrüstung ist umsichtig zu behandeln
  • Monatliche Geldbeträge sollen pünktlich überwiesen werden
  • Fahrlässigkeit ist Ausschlusskriterium
  • Bei Minderjährigen ist die schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten Voraussetzung

Und im Zusammenhang mit Trabern?

Bei Trabern kann die Erfahrung mit dieser Rasse wertvoll sein, ist aber von Pferd zu Pferd verschieden. Mutig sollte die künftige Reitbeteiligung sein, gewillt, Neues mit dem Traber zu erlernen. Ungeduldige sollten sich ein anderes Reitbeteiligungspferd aussuchen.

Meist sieht der Traberbesitzer beim Probetermin schon, ob die Chemie stimmt. Wer sehr unsicher ist, vereinbart eine Probewoche oder einen Probemonat: Was im Job normal ist, hält auch im Pferdesport Einzug.

Und nun, meine TOP 5 der „interessantesten“ Reitbeteiligungen (und „Vorstellungsgesprächen) – quasi das persönliche „Hop oder Top“ des Reitbeteiligungsroulettes. 

5. Mel* wollte so gern reiten – doch die Angst war im Weg. Sobald das Pferd antrabte, warf sie die Zügel weg und umklammerte den Hals. Ich habe ihr nahegelegt, ein anderes Pferd zu erwählen.

4. Sonja* war eine Bekannte, die sich gut um den TRABER zu kümmern schien. Leider kam nach einer Weile heraus, dass das Pferd nur als Spaß-Rennmaschine für das Gelände genutzt wurde. Erst 6 Monate später war die Stute wieder normal im Gelände reitbar – nach der Kündigung.

3. Juliane* hatte ein Zeitproblem: In der Not erfand sie Ausreden und log, was die Bewegung des Pferdes anging. Sie kam gar nicht erst in den Stall.

2. Paula* kam zum Probereiten. Geschätzte 90 kg (inseriert war kein Gewichtsträger), klein und strotzte vor Selbstbewusstsein. Na gut, einmal Probereiten, das schafft das Pferd problemlos. Und ritt schließlich bis Klasse M! Nach einer Runde in-Sattel-plumpsen im Trab legte sich das Pferd hin, um den Reiter loszuwerden. Problem gelöst.

1. Platz eins geht – stellvertretend an alle tollen Reitbeteiligungen – an eine wahre Perle: 10 Jahre bis zum Ende – immer mit dabei! Eine Gelegenheit, Danke zu sagen. Auch jenen, die nicht solange dabei waren. Ihr seid toll!

 

Ich finde, es sollte ein Tag der Reitbeteiligungen eingeführt werden: Sagt euren lieben TRABER-Sittern einmal dicke Danke! Und Schokolade, vergesst die Schokolade nicht!

 

(…) Weiter geht es im dritten Teil: Checklisten, Verträge und wo bin ich als Pferdebesitzer in der Pflicht?

*Namen geändert

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s