Der TRABER rennt, der Reiter klemmt – oder andersrum? Teil 2

Die Bauchmuskeln wurden fit gemacht, nun geht des Hüfte an den Kragen. Traberreiter kämpfen oft mit ihrem Sitz, da TRABER zu Beginn der Reitausbildung noch sehr unbalanciert laufen. Um es dem Pferd leicht zu machen, ist eine geschmeidige Reitweise von Vorteil. Um den eigenen Sitz zu verbessern, gibt es heute Tipps für eine bewegliche Hüfte und die Körpermitte. 

Immer gut Aufwärmen. Die Dehnungshaltung nicht übertreiben, Schmerzen sollen nicht entstehen. Ein leichtes Ziehen ist okay.

Anfangs empfehle ich einen Gymnastikball, er erleichtert das Aufwärmen und fördert die eigene Balance.

Kreisen der Hüfte, Vor- und Zurückrollen, Hüpfen oder einfach mal Abhängen: Der Gymnastikball birgt viele Möglichkeiten.

Ein großes Problem unter Reitern ist die unbewegliche Hüfte. Um den Körper beweglicher zu machen, gibt es ein paar Übungen, die schon nach kurzer Zeit den gewünschten Erfolg bringen. Doch was sind die Vorteile?

In der Hüfte sind die Bewegungsmuskeln verankert. Im Yoga ist dort außerdem der Sitz der Gefühle angesiedelt. 

Mit offenen Hüften werden Blockaden im Becken vorgebeugt, der untere Rücken wird entlastet. Bei hüftöffnenden Übungen werden Muskeln gezielt gedehnt, die sonst kaum zum Einsatz kommen. Hier bei Yoga easy gibt es noch mehr Infos für alle, die wissen wollen, wie die Hüfte funktioniert. 

Im Folgenden kann ich diese Übungen empfehlen:

Die Taube (einfach)

Aus dem Vierfüsslerstand in die Planke (Liegestützposition) gehen, rechtes Bein Richtung Brust ziehen und Körper absenken. Das rechte Bein liegt mit angezogenem Knie (möglichst) zwischen den Händen, die Linke Gesäßhälfte berührt den Boden. Das linke Bein ist nach hinten ausgestreckt. Hüfte und Becken sind nach vorne ausgerichtet. Wer mit dem Gesäß nicht zum Boden kommt, legt eine Decke drunter. Oberkörper gerade halten, wer Schmerzen verspürt sollte die Dehnung verringern. Langsam in die Dehnung hinein atmen und Oberkörper nach vorne beugen (langer Rücken).

Schmetterling

Im aufrechten Sitz beide Fußsohlen aneinander legen und Kniee locker fallen lassen. Mit den Händen die Fußgelenke umschließen und Oberkörper nach vorne ziehen. Auf korrekte Ausführung achten; gerader Rücken, Dehnung der Inneren Oberschenkel und Leiste. Druck auf das Knie vermeiden.

Krokodil

Auf dem Rücken liegend beide Arme waagerecht links und rechts ausstrecken. Beine aufstellen. Beine nach rechts fallen lassen, der Kopf dreht sich nach links. Füße möglichst nebeneinander stehen lassen. Nach einigen Atemzügen zurück auf den Rücken drehen und danach Seite wechseln.

Weitere Übungen für die Körpermitte:

Voltigierer kennen die Übung als Fahne: Diagonal im Wechsel Arme und Beine für einige Atemzüge ausgestreckt halten, Rücken und Kopf bleiben gerade.
Der Baum sorgt auch noch für Balance. Wichtig: Nie mit Fuß gegen das andere Knie drücken und zum besseren Halt Punkt vor einem fixieren.
Aus dem Baum heraus Bein zur Seite strecken. Anfänger stützen sich an der Wand ab.
 

Ein blockiertes Becken beim Reiter schränkt auch das Pferd in der Bewegung ein. Deshalb sollten ausgleichende Übungen mehrmals pro Woche ausgeführt werden.

Lockerer Reiter, entspanntes Pferd.

Bilder: Pixabay

Wichtig: Alle Übungen sind ohne gesundheitlich Einschränkungen auszuführen. Schwangere und Reiter mit anderen Einschränkungen konsultieren ihren Arzt vorab. Die Übungen sind lediglich Anregungen und ersetzen kein professionelles Training mit einem Trainer vor Ort. Durchführung auf eigene Gefahr.

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