Der TRABER rennt, der Reiter klemmt – oder andersrum? Teil 1

Dieser Moment, wenn die Überschrift schon alles sagt: Spaß beiseite, jetzt wird es ernst.

Zum Monatsanfang habe ich euch mit diversen Übungen für Gleichgewicht, Takt und Aufmerksamkeit versorgt. Die nächsten Tage gibt es praxisnahe Tipps, wie der ReiterIn das Gleichgewicht schult. 

Führt zu mehr Bauchmuskeln: Seilspringen

Denn anfänglich TRABER reiten führt oft zu einem Teufelskreis: Statt mit beruhigenden Hilfen einzuwirken, klemmt der ReiterIn und der TRABER wird noch schneller. 

Reiter in Balance: Das klappt nur, wenn die Muskeln mitspielen

Der Reflex, die Beine ans Pferd zu pressen und den Körper zu verspannen entsteht aus Unsicherheit, Ungleichgewicht oder Erschrecken. Gerade Reitanfänger sind schnell überfordert, doch auch langjährige Reiter verkrampfen, wenn der TRABER schneller wird oder aus dem Takt gerät. Auch die plötzlichen Tempiwechsel in einer Gangart muss der ReiterIn ausbalancieren können. 

Für alle Neu-Leser: Hier geht es zum Artikel Der TRABER rennt!

Bauchmuskulatur 

Häufig bei ReiterInnen vernachlässigt, dabei so wichtig: Die geraden und die schrägen Bauchmuskeln. 

Ganzheitlich: Kniebeugen, korrekt ausgeführt, stärken sie auch die Bauchmuskeln

Der gerade Bauchmuskel ist der Gegenspieler der unteren Rückenstreckmuskulatur. Er ist für die Beweglichkeit der Wirbelsäule zuständig (nach vorne beugen, Aufrichtung Rückenlage). Gut trainiert wirkt er dem Hohlkreuz entgegen. Die schräge Bauchmuskulatur ist für Drehbewegungen zuständig. Eine gute Bauchmuskulatur hat die gleiche Bedeutung wie die der Rückenmuskulatur. Daher wird bei Rückenschäden auch immer der Bauch mittrainiert, um die Mitte zu stabilisieren. 

Für mehr Gleichgewicht, einen sicheren und guten Sitz auf dem Pferd lohnt sich das regelmäßige Bauchmuskeltraining! 

Drei Trainingseinheiten pro Woche sind empfehlenswert. Die Übungen sollen langsam in der Anzahl der Wiederholungen gesteigert werden. Insgesamt können die Übungen in rund 20 Minuten abgewickelt werden. Weniger ist mehr, hauptsache der ReiterIn bleibt am Ball. Und wer beispielsweise nur eine Liegestütz schafft: Das ist halb so wild, die Kontinuität zählt. 

Hier kommen einige Beispielübungen:

Übungen auf dem Boden*

  • Der Klassiker: Einfache Crunches/ Sit-ups
  • Seitliche Crunches (Beine 45 Grad angewinkelt, linker Ellenbogen zum rechten Knie etc.)
  • Kniebeugen (Ganzkörperübung)
  • Liegestütz (Ganzkörperübung)
  • Seilspringen 30 Sekunden bis 1 Minute)
  • Vierfüsslerstand diagonal (rechtes Bein und linker Arm ausgestreckt)
  • Beine kreisen (Liegeposition Rücken, Beine strecken und vom Boden abheben. Kreise beschreiben, verkleinern. Richtungswechsel)
Ganzheitlich: Liegestütze. Anfänger nutzen den Vierfüsslerstand

Übungen auf dem Pferd*

  • Leichter Sitz ohne Bügel im Schritt
  • Füße ohne Bügel Richtung Hand nach oben hochziehen, Oberkörper bleibt gerade, Zehen zeigen leicht nach außen. Stellt euch eine Schnur vor, die den Fuß am großen Zeh gerade hochzieht. Nur soweit es geht, kurz verweilen, langsam wieder runterlassen – wiederholen

Hoch die Füße, her mit den Bauchmuskeln!

Quellen: Wikipedia

Bilder: Pixabay

*Alle Angaben ohne Gewähr. Nur in sicherem Umfeld ausführen, eventuell geführt oder an der Longe. Bei körperlichen Beeinträchtigungen ist ein Arzt zu konsultieren. Die Übungen ersetzen keinen geschulten Trainer vor Ort und sind lediglich Vorschläge, die die betreffenden Personen eigenverantwortlich ausführen. Besondere Vorsicht bei Rückenleiden oder anderen Beschwerden. Bei Schmerzen Arzt konsultieren.

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