Abwechslung vom Alltag

Ihr kennt das: Da soll der Traber gesetzt galoppieren, es wird geübt, geübt, geübt…

Und nichts tut sich? Aber etwas anderes tut da eventuell mal gut: Abwechslung vom Alltag.

Mit einfachen Übungen, die Körper und Geist bei Reiter und Pferd fördern.

Fangt beim Putzen an: Rechtshänder putzen mit der linken Hand das Pferd, Linkshänder nehmen die rechte Hand. Plant unbedingt mehr Zeit ein. Unterdessen kann der Traber schnabulieren: „Fang den Apfel“ – Wassereimer aufstellen, Apfel schwimmen lassen – los geht der nasse Spaß (ist im Sommer lustiger, ehrlich…).

Protipp: Nicht bei Minustemperaturen, das Spritzwasser könnte anfrieren. Und angenehm ist es für das Pferd auch nicht.

Weiter gehts: Satteln und Trensen. Einfach mal von der anderen Seite probieren. Achtet gut auf den korrekten Sitz! Das ist nämlich gar nicht so einfach.

Klassisch aufsitzen* ist für das Pferd schonender, als wenn ihr auf Biegen und Brechen von der anderen Seite aufsteigt: Gerade bei Trabern, die mit Balanceproblemen und schwachen Rücken zu kämpfen haben, empfehle ich das gewohnte Aufsteigen über die gewohnte Seite. Alle anderen – geübten – schwingen sich auf der „ungewohnten“, meist rechten Seite, aufs Pferd.

Warmlaufen ist ein Muss. Das kann im Winter gern mal 15-20 Minuten dauern (das Pferd dankt). Langweilig im Schritt über den Hufschlag dackeln**? War gestern. Heute zieht ihr dicke Fäustlinge an und probiert damit eure Jacke an- und auszuziehen. Danach ist jedem Reiter warm.

Bleibt doch heute mal im Schritt: Bahnfiguren können ohne Zügel geritten werden. Trainiert Schenkel- und Gewichtshilfen. Besonders spannend: Zirkel verkleinern und vergrößern. Und Halten üben. Der Reiter kann als Abschluss noch etwas besonders Schönes ausprobieren: Fühlt, mit welchem Fuß das Pferd gerade abfusst. Idealerweise werdet ihr mit geschlossenen Augen durch die Bahn geführt.

Fordert den Traber nicht zu lange mit neuen Dingen, die Konzentration kann bereits nach 10 Minuten erloschen sein. Viel Freude!

*Klassisch – von Links – ist immer noch weit verbreitet. Das Aufsitzen über eine Aufstieghilfe entlastet den Pferderücken.
**Im Schritt entlangdackeln sollte so oder so nicht der Fall sein, das Pferd sollte seine Aufmerksamkeit dem Reiter schenken. Auch beim Warmreiten ist Konzentration auf beiden Seiten gefragt.

 

Alle Übungen sollten selbstverständlich so durchgeführt werden, dass weder Gefahr für Reiter, Pferd oder Mitreiter entsteht. 

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