Freizeit-Fahren mit Trabern

Manchen Traberbesitzer juckt es in den Fingern: Gerne würde er seinen Traber auch als Fahrpferd nutzen wollen. Der Traber kommt schließlich von der Rennbahn, also einfach anschirren und ab geht die Post?

Ganz so einfach sollte es sich kein Traberbesitzer machen. Die ehemaligen Rennpferde kennen das Anschirren vor dem Sulky und das darauffolgende Training. Aber es gibt teilweise ordentliche Unterschiede zum „normalen“ Gespannfahren.

Es fängt mit dem Anschirren an. Sobald die Verbindung zwischen Sulky und Pferd hergestellt ist, geht es auch schon los. Sportlich elegant springen die meisten Fahrer auf den Sulky, das Pferd läuft bereits. Im Fahrsport warten die Pferde gewöhnlich auf das Kommando.

Ein weiterer Unterschied ist das unterschiedliche Geschirr. Im regulären Fahrsport ziehen die Pferde die Last meist über das herkömmliche Brustblattgeschirr, oder über das Marathon-Kummet (vorwiegend im Turniersport). Traber ziehen im Training und auf der Rennbahn über das Selett. Dieses Traber-Einspännergeschirr ist explizit für geringe Lasten auf ebenen Boden entwickelt worden. Daher eignet es sich nicht, um mit schwerem Wagen durch das unebene Gelände zu sausen.

Auch sollte man um die unterschiedliche Hilfengebung beim Fahren wissen: Traber erhöhen beispielsweise die Geschwindigkeit bei Zug auf den Fahrleinen.

Das sind die wichtigsten Punkte grob umrissen, natürlich gibt es noch weitere Unterschiede. Dazu folgt bald ein weiterer Artikel.

Eine Umschulung zum „normalen“ Fahrpferd ist zumeist möglich, braucht aber, wie bei der reiterlichen Ausbildung, auch gewisse Übung und einigen Trainingsaufwand.

Ob ehemaliges Rennpferd oder nicht, jedes Fahrpferd sollte vernünftig ausgebildet werden. Dies dient der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer – und des Pferdes.

Generell sind Traber hervorragende Wagenpferde, die auch im Fahrsport großen Spaß machen. Orlov-Traber beispielsweise bestreiten immer wieder Weltmeisterschaften im Viererzug, ehemalige Rennpferde laufen erfolgreich bei Distanzen mit. Und mit zunehmenden Alter (bei Pferd und Mensch) ist das Fahren eine angenehme Abwechslung zum Reiten. 

 

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